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Informationen rund um Prädiabetes

Prädiabetes bleibt oft lange unbemerkt – dabei ist er ein wichtiger Hinweis auf Veränderungen im Stoffwechsel. 

Auf dieser Seite findest du einen kompakten Überblick zu Prädiabetes: von möglichen Anzeichen über Risikofaktoren bis hin zu Blutzuckerwerten. Ergänzend hast du Zugriff auf vertiefende Inhalte, die dich dabei unterstützen, deinen Lebensstil gezielt anzupassen.

Wissenswertes über Diabetes Typ 2

Ist Typ 2 Diabetes vererbbar?

Ist Typ 2 Diabetes vererbbar?

Welche Rolle die Gene bei der Entstehung von Typ 2 Diabetes spielen und wie entscheidend der eigene Lebensstil ist.

Was ist Prädiabetes?

Prädiabetes bezeichnet die Vorstufe der Stoffwechselerkrankung Typ 2 Diabetes, bei der der Blutzuckerspiegel bereits erhöht ist, aber noch nicht im Diabetesbereich liegt. Die Diagnose erfolgt über verschiedene Blutwerte.

In Deutschland betrifft das viele Menschen – oft ohne es zu wissen. Laut dem Robert-Koch-Institut liegt bei jedem fünften Erwachsenen eine solche Vorstufe vor.1

Prädiabetes Symptome – woran erkennst du ihn?

Prädiabetes verursacht häufig keine klaren Beschwerden. Mögliche prädiabetische Symptome können sein:

  • vermehrter Durst
  • häufiges Wasserlassen
  • Müdigkeit oder Energielosigkeit
  • Konzentrationsprobleme

Wichtig: Diese Symptome sind oft unspezifisch oder können auch ganz fehlen. Regelmäßige ärztliche Vorsorgetermine sind daher besonders wichtig, um Prädiabetes zu erkennen.

Warum ist Prädiabetes gefährlich?

Bleibt Prädiabetes unerkannt und unbehandelt, kann sich daraus ein Typ 2 Diabetes entwickeln. Schon im Vorstadium können Risiken auftreten:

Deshalb ist es entscheidend, sobald erhöhte Blutzuckerwerte erkannt werden, früh zu handeln und mit der Ärztin oder dem Arzt geeignete Strategien zu finden, um den Blutzucker möglichst wieder auf ein gesundes Niveau zu bringen.

Risikofaktoren für Prädiabetes

Bei dem individuellen Risiko, an Prädiabetes oder in der Folge an Typ 2 Diabetes zu erkranken, spielen verschiedene Faktoren eine Rolle:

Nicht beeinflussbare Faktoren:

Faktoren, die du nicht beeinflussen kannst, sind beispielsweise Vererbung und Alter

Beeinflussbare Faktoren:

Faktoren, die du beeinflussen kannst, betreffen den eigenen Lebensstil. Studien zufolge tragen zur Entwicklung eines Prädiabetes bei:

  • starkes Übergewicht
  • Bewegungsmangel
  • eine stark zuckerreiche / unausgewogene Ernährung
  • Rauchen

Diese Faktoren bieten gleichzeitig die größte Chance, dem Prädiabetes zu behandeln, deine Blutzuckerwerte deutlich zu verbessern und das Risiko für Typ 2 Diabetes zu senken.

Prädiabetes-Werte – wann spricht man davon?

Prädiabetes wird anhand verschiedener Blutzuckerwerte festgestellt:

  • Nüchternblutzucker: Ist der Blutzuckerspiegel beim Bluttest auf nüchternen Magen erhöht (100 bis < 126 mg/dl bzw. 5,55 bis < 7,0 mmol/l), sprechen Mediziner:innen von einer abnormen Nüchternglucose im „Graubereich“.
  • HbA1c-Wert („Langzeitblutzuckerwert“): Der HbA1c ist ein Blutwert, der nicht den aktuellen Blutzucker anzeigt, sondern eine längerfristige Stoffwechselkontrolle über ca. 3 Monate ermöglicht. Sobald der im Labor gemessene HbA1c-Wert bei 6,5 % oder höher liegt, ist ein Diabetes diagnostiziert. Ohne Diabetes beträgt der HbA1c-Wert üblicherweise unter 5,7%. Liegt der Wert bei 5,7 bis < 6,5 % spricht man von einem „Graubereich“
  • Oraler Glucosetoleranztest: Liegen die Werte zwei Stunden nach dem oralen Glucosetoleranztest oberhalb des Normbereichs, weist das auf eine gestörte Glukosetoleranz hin.

In allen Fällen erreicht der Blutzuckerspiegel bei Menschen mit Prädiabetes jedoch noch nicht die typischen Werte eines ausgeprägten Typ 2 Diabetes. Die Werte im Graubereich zeigen aber einen Prädiabetes an, d. h. es besteht ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung eines ausgeprägten Diabetes mellitus. Zudem ist auch schon eine Prädiabetes mit erhöhten Risiken für kardiovaskuläre Erkrankungen und diabetische Folgeerkrankungen verbunden.

Prädiabetes: Was du tun kannst

Viele fragen sich: Was tun bei Prädiabetes? Die gute Nachricht: Prädiabetes lässt sich in vielen Fällen positiv beeinflussen. Medizinerinnen und Mediziner empfehlen dazu zunächst Veränderungen des Lebensstils. Ziel ist es, den Blutzucker wieder in einen normalen Bereich zu bringen und damit die Entwicklung eines Typ 2 Diabetes zu verhindern.

Dazu gehören vor allem:

Durch diese Maßnahmen kann der Stoffwechsel deutlich verbessert werden. Wichtig ist, die Anpassungen dauerhaft umzusetzen, da kurzfristige Maßnahmen meist keinen langfristigen Effekt haben.

Mit Prädiabetes ein neues Leben gestalten

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Häufige Fragen zu Prädiabetes

Was ist Prädiabetes genau?

Prädiabetes ist ein Zustand, bei dem der Blutzucker bereits leicht erhöht ist. Es handelt sich also nicht um Typ 2 Diabetes, sondern um eine frühe Stoffwechselveränderung, die zu einem Typ 2 Diabetes führen kann. In dieser Phase ist die Insulinwirkung oft bereits eingeschränkt (Insulinresistenz), was langfristig dazu führen kann, dass die Bauchspeicheldrüse überlastet wird. Gerade weil dieser Zustand oft unbemerkt bleibt, ist Prädiabetes eine wichtige Warnstufe, die die Chance bietet, aktiv gegenzusteuern.

Welche Prädiabetes-Symptome gibt es?

Prädiabetes verursacht häufig keine eindeutigen Beschwerden, weshalb viele Betroffene ihn oft nicht bemerken. Wenn Symptome auftreten, sind sie meist unspezifisch und werden nicht direkt mit dem Blutzucker in Verbindung gebracht. Dazu können anhaltende Müdigkeit, ein erhöhter Durst oder eine geringere Leistungsfähigkeit gehören. Deshalb ist es besonders wichtig, Risikofaktoren ernst zu nehmen und Blutzuckerwerte regelmäßig ärztlich kontrollieren zu lassen – vor allem bei familiärer Vorbelastung oder Übergewicht.

Kann man Prädiabetes wieder rückgängig machen?

Ja, Prädiabetes lässt sich in vielen Fällen positiv beeinflussen oder sogar vollständig zurückbilden. Entscheidend ist, wie früh Veränderungen umgesetzt werden und wie konsequent sie im Alltag eingehalten werden.

Der Körper reagiert besonders gut auf:

  • regelmäßige körperliche Aktivität
  • Gewichtsreduktion (falls nötig)
  • ausgewogene Essgewohnheiten

Studien zeigen, dass bereits moderate Veränderungen deutliche Effekte auf den Blutzucker haben können. Je früher diese Phase erkannt wird, desto größer ist die Chance, Typ 2 Diabetes langfristig zu vermeiden.

Welche Ernährung hilft bei Prädiabetes?

Die Ernährung spielt eine zentrale Rolle im Umgang mit Prädiabetes, weil sie direkten Einfluss auf den Blutzuckerspiegel hat. Besonders wichtig ist eine Ernährungsweise, die den Blutzucker möglichst stabil hält und starke Schwankungen vermeidet.

Das gelingt vor allem durch:

  • ballaststoffreiche Lebensmittel
  • komplexe Kohlenhydrate (z. B. Vollkorn)
  • ausreichend Eiweiß
  • gesunde Fette

Gleichzeitig sollte der Konsum von stark verarbeiteten Lebensmitteln und Zucker reduziert werden. Entscheidend ist jedoch nicht Verzicht, sondern eine langfristig ausgewogene Ernährung, die gut in den Alltag passt. Weitere Informationen und Inspirationen findest du in unserer Rubrik „Essen & Trinken“.

Was essen bei Prädiabetes konkret?

Wenn du dich fragst, was du bei Prädiabetes essen kannst, sind vor allem Lebensmittel geeignet, die den Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen lassen. Dazu gehören z. B. Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Nüsse und zuckerarmes Obst.

Eine gute Orientierung ist: je unverarbeiteter ein Lebensmittel, desto günstiger wirkt es sich meist auf den Blutzucker aus.

Auch regelmäßige Mahlzeiten können helfen, Schwankungen zu vermeiden. Dabei geht es weniger um perfekte Ernährung als um langfristig umsetzbare Gewohnheiten, die zu deinem Alltag passen. Nutze zum Beispiel unseren Einkaufsbegleiter mit hilfreichen Tipps rund um ausgewogene Ernährung oder lass‘ dich von unseren Rezepten inspirieren.

Wann sollte man Prädiabetes ärztlich abklären lassen?

Eine ärztliche Abklärung ist sinnvoll, wenn Risikofaktoren wie Übergewicht, Bewegungsmangel oder eine familiäre Vorbelastung bestehen. Auch auffällige Blutwerte oder unspezifische Beschwerden können ein Hinweis sein.

Durch einfache Bluttests lassen sich Prädiabetes‑Werte frühzeitig erkennen. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen helfen dabei, Veränderungen rechtzeitig zu bemerken und gemeinsam mit dem Behandlungsteam geeignete Maßnahmen zu planen. 

Quellenangaben
  1. Deutsche Diabetes Gesellschaft: Prädiabetes: Typ-2-Diabetes beginnt Jahre vor Ausbruch schleichend https://www.ddg.info/presse/2024/praediabetes-typ-2-diabetes-beginnt-jahre-vor-ausbruch-schleichend (Letzter Zugriff: Mai 2026)
  2. Deutsche Diabetes Gesellschaft: Schwangerschaftsdiabetes steigert Risiko für spätere Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Typ-2-Diabetes https://www.ddg.info/presse/schwangerschaftsdiabetes-steigert-risiko-fuer-spaetere-herz-kreislauf-erkrankungen-und-typ-2-diabetes (Letzter Zugriff: Mai 2026)

DE26DI00274